Sucht das Beste der Stadt – und betet für sie

Autor: Jürgen Klammt

Seit über 20 Jahren sind Städte meine Leidenschaft. Wie andere Briefmarken sammeln, so „sammle“ ich Städte und Regionen, die Gott in Veränderungsprozesse bringen will. Kempten, Hannover, Pattensen und zuletzt München und Fürstenfeldbruck waren meine Arbeits- und Wohnorte. Darüber hinaus war ich in vielen Regionen Deutschlands unterwegs, um mit Christen vor Ort für ihre Stadt zu beten.

Warum Städte? Ist Gott nicht vielmehr interessiert an Einzelpersonen? Die Krankheit der Nachbarin, die Not einer Flüchtlingsfamilie aus Syrien. Oder – wenn wir schon größer denken – unsere Kirchgemeinde. Gibt es da nicht genügend Anliegen, um zu beten?

GOTT ist bewegt von einer gottlosen Stadt mit ca. 120.000 Einwohnern, die rechts und links nicht unterscheiden können. Er mobilisiert einen guten Mann, um diese Stadt zur Umkehr zu rufen – und sein Ruf wird gehört! Während der Bote noch mit der Frage ringt warum Gott einer solchen Stadt eine Perspektive eröffnet, fordert Gott ihn heraus Seinen Herzschlag für Städte zu erkennen: „ Und ich, ich sollte mich nicht erbarmen über die große Stadt Ninive, in der mehr als 120.000 Menschen sind … und eine Menge Vieh.“

Mit diesem Satz endet das biblische Buch Jona und beginnt die Frage nach unserem Gebet für Städte in Deutschland im 21. Jahrhundert. Ich habe erlebt, dass Gottes Herz bewegt ist über unsere gottlosen Städte. Ich habe erlebt, dass durch das Gebet von 20 oder 35 Menschen Veränderung in eine Stadt kommt.

Wenn Gott heute Mitarbeiter im Gebet sucht, dann deshalb, weil er Städten und Regionen eine Perspektive geben will. Gott hat in den letzten 30 Jahren auf verschiedene Art Menschen ins Gebet für unser Land gerufen. In den 80-er und 90-er Jahren war ich Mitarbeiter von „Fürbitte für Deutschland“ einer Initiative, die Tausende von Christen gerufen hat Verantwortung für Deutschland zu übernehmen. Es folgten der „Wächterruf“ und andere Gebetsbewegung bis hin zu den „Gebetshäusern“, die aktuell in vielen Städten gegründet werden.

Ich bin überzeugt davon, dass die Wiedervereinigung, der soziale Friede und wirtschaftliche Wohlstand in unserem Land ohne anhaltende Fürbitte nicht Wirklichkeit geworden wäre. Deshalb:

Drei Tipps zum Gebet für Städte:

1. Lass dir von Gott eine Liebe zu deiner Stadt/ deine Region schenken.

Gottes Erbarmen ist real, er ist bereit Städten ihre Sünde zu vergeben. Die Schuld-bekenntnisse nach den Weltkriegen haben unser Land in den Stand versetzt, dass wir nun anderen helfen können.

Entdecke die schönen Seiten Deiner Stadt. Danke Gott dafür, dass du gerade hier leben darfst und empfange Gottes Perspektive für eine geheilte, lebenswerte Stadt.

 

2. Finde Bibelworte oder Parabeln, die die Perspektive Gottes für deine Stadt beschreiben

In Micha 5,1 wird Bethlehem ermutigt, dass sie nicht die unbedeutendste Stadt in Juda ist. Als Fürbitter in München sehen wir unsere Stadt als ältere Dame mit „fetten Klunkern“, die auf dem Boden lag in Scham, sich nun aber erhebt. Durch den Wind der Jugend bekommt sie neue Kraft, um ein Segen zu sein für andere Städte und Nationen. Deshalb beten wir mit Betern aus zwei Generationen für ein geistliches Erwachen unter jungen Menschen. Genauso beten wir, dass München seinen Reichtum zum Wohl der Armen und Schwachen einsetzen wird.

 

3. Bete für deine Stadt, dass sie bereit ist für den „Tag der Heimsuchung“ (nach Lukas 19,44)

So wie Helmut Kohl 1989 davon gesprochen hat, dass er nur zupacken musste, als der Mantel der Geschichte durch unser Land wehte, so braucht es vorbereitete und zupackende Christen für die Zeitpunkte Gottes in einer Stadt/ Region.

Das Beste für deine Stadt ist, wenn sie diese himmlischen Momente nicht verpasst.

 

Autor: Jürgen Klammt

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