Deine Stadt braucht dich! Paradigmenwechsel in zehn Schritten

Der Stadt Bestes zu suchen ist kein Exklusivauftrag für bestimmte Menschen zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort. Er gilt bis heute für alle, die sich zu Gottes Volk zählen. Davon, was das Beste für die Stadt ist, hat Jesus eine sehr klare Vorstellung. Er sehnt sich danach, dass in dieser Welt und damit in deiner Stadt Gerechtigkeit, Friede und Freude, sprich das Reich Gottes, erlebbar wird (vgl. Röm 14,17). Durch ihn ist dieses Reich gekommen.

Hier kommen du und ich ins Spiel. Als von Chrisus erlöste und mit Gott versöhnte Menschen sind wir Botschafter der guten Nachricht (Eph 2,8), die nicht nur jeden einzelnen Menschen betrifft, sondern auch das ganze Universum miteinschließt, das Gott durch Jesus mit sich selbst versöhnt hat (vgl. Kol 1,20).Reich Gottes

Deshalb braucht dich deine Stadt! Sie wartet sehnsüchtig auf die Offenbarung der Söhne Gottes (vgl. Röm 8,19 – hier ist geistliche Reife gemeint). Was das konkret bedeutet? Alles, was wir tun, sprich unser Verhalten, ist immer eine Folge unserer Werte, Überzeugungen und unseres Weltbildes. Unser Denken ist entscheidend. Daher braucht es einige konkrete Paradigmenwechsel. Folgende haben sich als fruchtbringend erwiesen:

1.   Verantwortung statt Betroffenheit

„Ja, stimmt, in unserer Stadt sollte sich unbedingt ­etwas verändern.“ Betroffenheit alleine reicht nicht aus, sondern schickt das Problem weg in der Hoffnung, dass jemand anderes sich darum kümmert. Doch Jesus fordert uns wie seine Jünger bei der Speisung der 5000 auf: „Gebt doch ihr ihnen zu essen!“ (Mk 6,37). Tiefes Mitleid führt zur Verantwortung und dem Vertrauen, dass Gott uns schenkt, was wir brauchen.
Übernimmst du Verantwortung?

2. Positiv mitgestalten, statt anzuklagen

Wir sind nicht dazu berufen, anzuklagen und gegen die Stadt zu sein, sondern sie zu lieben, ihr zu dienen, sie zu gestalten, für sie zu beten und sie zu segnen. Gott liebt jede Stadt, auch deine. Er macht keinen Unterschied zwischen einem Babylon oder einem ­Jerusalem. Unser Reden offenbart unsere Herzenshaltung.
Wird durch dein Reden deine Liebe zu deiner Stadt deutlich?

3. Brücken bauen statt Mauern

Überall entdecken wir, wie sich Christen nicht mehr nur passiv in ihre eigenen vier Wände zurückziehen, sondern hingehen als Salz und Licht. Wie Jesus schenken wir zuerst Gnade und bringen dann die notwendige Wahrheit. Das ist gesellschaftliches Engagement mit verändernder Kraft.
Wo ist die Kirche in deiner Stadt? Ist sie, wie Jesus, bei den Menschen?

4. Die Stadt als Person statt als Gebäude sehen

Wenn deine Stadt eine Person wäre, wie würdest du sie beschreiben? Einsam, gestresst, fröhlich, wohl­habend, etc. Wir können sie anhand von drei Dimensionen betrachten:

  1. Spirituell: Wie viel Verlorenheit oder Glaube ist vorhanden
  2. Sozial: Wie viel Schmerz oder Liebe erlebt sie in ihren Beziehungen?
  3. Systemisch: Wie viel Zerbrochenheit gibt es in den unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen, weil die Prinzipien des Reiches Gottes fehlen, oder ist Hoffnung sichtbar?

Kennst du deine Stadt, bist du dabei sie zu erforschen?

5. Menschen befähigen statt ermutigen

Menschen kommen nicht zu einem Programm, sondern sind das Programm Gottes in dieser Welt. Christen sind überall. Die Frage ist jedoch, mit welcher Überzeugung? Anstatt sie lediglich zu ermutigen durchzuhalten, sollten wir ihnen helfen, ihren Glauben mit ihrem Alltag zu verbinden. Ein Katalysator dafür ist es, Menschen immer wieder bewusst in diese Welt zu senden.
Wie befähigst du andere?

6. Sich verbinden statt gegeneinander sein

Jesus hat vor seinem Tod nur für zwei Dinge gebetet: Einheit und Sendung (Joh 17). Er selbst hat uns in ­unserer Unterschiedlichkeit zusammengebracht und gemeinsam formen wir Partnerschaften für die gleiche Vision vom Reich Gottes, in dienender Haltung und dem Wunsch nach Einheit.
Wo suchst du aktiv Beziehungen zu anderen?

7. Gemeinsame Ergebnisse statt gemeinsame Aktivitäten

Oftmals neigen wir dazu, sofort an gemeinsame Aktivitäten zu denken, bspw. an eine bestimmte Art der Evangelisation. Wir tun etwas zusammen, aber wissen oft nicht, ob es tatsächlich die erwünschte Veränderung bringt. Stattdessen ist es viel zielführender, gemeinsame Ergebnisse zu definieren, so dass wir wissen, was wir verändern möchten. Jeder kann mit seinen Stärken zur Erreichung beitragen.
Habt ihr ­gemeinsame Ergebnisse?

8. Veränderung messen statt Größe

„Wie groß ist deine Gemeinde?“ sollte ersetzt werden mit „Wieviel Veränderung bringt deine Gemeinde?“ Es ist wichtig, welche Frucht wir messen und wie wir sie messen. Außerdem haben wir gelernt, dass wir multiplizieren, was wir feiern.
Was feierst du?

9. Gehe viele kleine Schritte, statt zu erstarren

Ja, es gibt eine reale Spannung, die wir empfinden, genauso wie die Jünger damals, die mit ein wenig Brot in der Hand die 5000 speisen sollten. Die Ressourcen in unserer Hand sind im Vergleich zu den Herausforderungen in unseren Städten verschwindend gering. Doch fang an, das Brot zu brechen!
Wo machst du das in deiner Familie, deiner Nachbarschaft und am Arbeitsplatz?

10. Träume groß, statt klein zu denken

Gott aber kann weit mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt (Eph 3,20).
Rechnest du mit Wundern?

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